Nachdem mir gestern abend mal wieder meine ganzen einzeln durcheinanderfliegenden Stricknadeln (bisher lagen Nadelspiele und Rundstricknadeln alle zusammen lose in einer Kiste) tierisch auf den Keks gingen, habe ich endlich mal mein seit Monaten geplantes Projekt umgesetzt: eine Tasche für meine ganzen Nadelspiele. Damit ich nicht mehr bei jedem neuen Projekt mindestens 20 Nadeln untersuchen muss, um 4 oder 5 zusammen passende zu finden.
Nachdem ich den ganzen Abend und die halbe Nacht durch genäht habe, sieht das ganze so aus:
Resteverwertung (zumindest Teile der Reste) von gelbem und orangenem Baumwollstoff, mit der Erkenntnis, dass ich das Projekt für das ich beide ursprünglich gekauft habe auch endlich mal fertig nähen sollte. Alle sichtbaren Nähte sind mit rotem Shetland-17/2-Lacegarn gefertigt, das gefühlt alle 20cm das Bedürftnis hatte zu reißen. Deshalb habe ich dann auf die ursprünglich geplante Stickerei auf der Klappe auch erstmal verzichtet... Vielleicht bekomme ich ja irgendwann nochmal das Bedürftnis dazu.
In der hinteren Reihe sind noch zwei Fächer frei, da ich nach wie vor noch keine 6mm und 7mm Nadelspiele besitze. Da ich die aber bisher noch nie gebraucht hätte, werden die wohl auch erstmal leer bleiben.
Freitag, 18. Mai 2012
Sonntag, 6. Mai 2012
Pusteplümchen
Nachdem ich in den letzten Wochen viel zu viel mit Studium und Artverwandtem beschäftigt war (Beweisphoto: Die spinnen, die Architekten! Wozu muss ein Statiker/Sanierungsexperte Wohnungseinrichtungen zeichnen? Naja, immer noch besser als Aufgabe 1: "Zeichne eine Bierzeltgarnitur in drei verschiedenen Ansichten!" Wenn es einen Kurs gibt, den ich gerne wegen Nutzlosigkeit aus meinem Studienplan streichen würde...)
brauchte ich dieses Wochenende dringend mal eine Pause und Nervennahrung. Also ab aufs Feld nebenan und die letzten noch-nicht-verpusteblumten Löwenzahnblüten pflücken. Eine halbe Stunde später war der große Beutel voll. Was daraus wurde? Unter anderem das hier...
Frische Löwenzahnmarmelade aus eigener Züchtung. Leider hatte ich nicht mehr genug Gläser, da die Aktion ziemlich spontan beschlossen wurde, der Bärlauch letzten Monat zu sehr an meinen Glasreserven geknabbert hat und ich in letzter Zeit zu wenig Zeit zum richtigen Kochen hatte. Die Menge hätte wohl für ca. 10 normale Marmeladengläser voll gereicht. Jetzt muss nur noch jemand dem Inhalt der beiden großen Gläser erklären, dass auch er fest zu werden hat. Warum er das net tut, kapiere ich net ganz - der Inhalt der Tassen aus dem gleichen Topf (ich habe in zwei Portionen gekocht, weil mein Topf zu klein war) hat schon ideale Marmeladenkonsistenz. Hoffentlich ändert sich das noch, die sollen nämlich als Geschenke verschickt werden.
Hier mein Rezept:
ca. 5 Handvoll Löwenzahnblütenblätter (nur das gelbe! und nur voll aufgeblühte Blüten)
2 Zitronen
2,5-3l Wasser
1kg Gelierzucker 3:1
Zitronen grob in Stücke schneiden und mit den Blütenblättern und dem Wasser aufkochen und ca 10min kochen lassen. Über Nacht ziehen lassen, dann im Standmixer zerhäckseln. Mit dem Gelierzucker verrühren und nach Packungsanleitung kochen und abfüllen.
Aus den restlichen Blütenblättern (nochmal fast genausoviel) habe ich Sirup angesetzt, der wird jedoch noch bis morgen ziehen gelassen und dann erst abgefüllt. Die Marmelade schmeckt auf jeden Fall schonmal echt gut auf frischgebackenen Scones - und das sage ich, die normalerweise Marmelade aller Art nicht ausstehen kann... ;)
Zusätzlich habe ich nochmal ca 1kg Blüten zum Färben eingefroren.
brauchte ich dieses Wochenende dringend mal eine Pause und Nervennahrung. Also ab aufs Feld nebenan und die letzten noch-nicht-verpusteblumten Löwenzahnblüten pflücken. Eine halbe Stunde später war der große Beutel voll. Was daraus wurde? Unter anderem das hier...
Frische Löwenzahnmarmelade aus eigener Züchtung. Leider hatte ich nicht mehr genug Gläser, da die Aktion ziemlich spontan beschlossen wurde, der Bärlauch letzten Monat zu sehr an meinen Glasreserven geknabbert hat und ich in letzter Zeit zu wenig Zeit zum richtigen Kochen hatte. Die Menge hätte wohl für ca. 10 normale Marmeladengläser voll gereicht. Jetzt muss nur noch jemand dem Inhalt der beiden großen Gläser erklären, dass auch er fest zu werden hat. Warum er das net tut, kapiere ich net ganz - der Inhalt der Tassen aus dem gleichen Topf (ich habe in zwei Portionen gekocht, weil mein Topf zu klein war) hat schon ideale Marmeladenkonsistenz. Hoffentlich ändert sich das noch, die sollen nämlich als Geschenke verschickt werden.
Hier mein Rezept:
ca. 5 Handvoll Löwenzahnblütenblätter (nur das gelbe! und nur voll aufgeblühte Blüten)
2 Zitronen
2,5-3l Wasser
1kg Gelierzucker 3:1
Zitronen grob in Stücke schneiden und mit den Blütenblättern und dem Wasser aufkochen und ca 10min kochen lassen. Über Nacht ziehen lassen, dann im Standmixer zerhäckseln. Mit dem Gelierzucker verrühren und nach Packungsanleitung kochen und abfüllen.
Aus den restlichen Blütenblättern (nochmal fast genausoviel) habe ich Sirup angesetzt, der wird jedoch noch bis morgen ziehen gelassen und dann erst abgefüllt. Die Marmelade schmeckt auf jeden Fall schonmal echt gut auf frischgebackenen Scones - und das sage ich, die normalerweise Marmelade aller Art nicht ausstehen kann... ;)
Zusätzlich habe ich nochmal ca 1kg Blüten zum Färben eingefroren.
Dienstag, 1. Mai 2012
Familienrezepte
Es ist immer wieder unglaublich, wie viele schöne Erinnerungen in einem hochkommen, wenn man sich die Zeit nimmt alte Familienrezepte nachzuarbeiten. Es gibt irgendwie kaum was besseres, als mehr oder weniger komplizierte Gerichte nachzu"kochen" und sich dabei die ganze Zeit daran zu erinnern, wie man als Kind jeden einzelnen Schritt davon von einer Groß- oder Urgroßmutter erklärt bekam.
Heute habe ich zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder das Zitronencreme-Rezept von meiner Omi ausgegraben. Ich habe schon als Kind wahnsinnig gerne "extreme" Geschmacksrichtungen (sehr saure oder sehr scharfe oder sehr salzige Sachen) gegessen und diese Creme war immer wieder ein Highlight. Leider hat meine Omi sie nur selten gemacht und meine Mutter sich stets geweigert, weil sie ihr zu aufwändig war und weite Teile meiner Familie nicht so gerne saueres essen.
Ich glaube, ich war ungefähr acht, als Omi und ich die Creme zum ersten Mal zusammen zubereitet haben, und habe mir damals ganz penibel jeden Schritt mitgeschrieben, weil ich das unbedingt öfter essen wollte - eine meiner wenigen positiven Kindheitserinnerungen. Ich habe nur sehr, sehr wenige Erinnerungen an die Zeit bevor ich etwa dreizehn war, und die wenigsten davon sind positiv. Lustigerweise haben diese positiven fast alle mit Essen oder Handarbeiten zu tun - vielleicht sind deshalb diese beiden Dinge so wichtig in meinem Leben?
Zutaten für 3-4 Portionen:
2 Eier
100g Zucker
200ml Zitronensaft
Gelatine (genug für 200ml Flüssigkeit)
etwas Wasser
200ml Sahne
Die Eier trennen. Das Eigelb mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Zitronen auspressen und Saft und Fruchtfleisch unter die Zucker-Ei-Masse rühren. Die Gelatine nach Packungsanweisung in Wasser einweichen und auflösen (Blatt oder Pulver, je nach persönlichen Vorlieben) und mit der Zitronenmasse verrühren. Sahne und Eiweiß einzeln steif schlagen und beides unterziehen. Im Kühlschrank mehrere Stunden fest werden lassen.
Ich liebe diesen gleichzeitig sauren, süßen und sahnigen Geschmack. Irgendwie habe ich jedes Mal das Gefühl, man kann die ganze Arbeit und die schönen Erinnerungen herausschmecken... Auf jeden Fall vertreibt die Zubereitung und der Verzehr für eine Weile all die düsteren Gedanken aus meinem Kopf. Vielleicht sollte ich öfter so etwas machen?
Heute habe ich zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder das Zitronencreme-Rezept von meiner Omi ausgegraben. Ich habe schon als Kind wahnsinnig gerne "extreme" Geschmacksrichtungen (sehr saure oder sehr scharfe oder sehr salzige Sachen) gegessen und diese Creme war immer wieder ein Highlight. Leider hat meine Omi sie nur selten gemacht und meine Mutter sich stets geweigert, weil sie ihr zu aufwändig war und weite Teile meiner Familie nicht so gerne saueres essen.
Ich glaube, ich war ungefähr acht, als Omi und ich die Creme zum ersten Mal zusammen zubereitet haben, und habe mir damals ganz penibel jeden Schritt mitgeschrieben, weil ich das unbedingt öfter essen wollte - eine meiner wenigen positiven Kindheitserinnerungen. Ich habe nur sehr, sehr wenige Erinnerungen an die Zeit bevor ich etwa dreizehn war, und die wenigsten davon sind positiv. Lustigerweise haben diese positiven fast alle mit Essen oder Handarbeiten zu tun - vielleicht sind deshalb diese beiden Dinge so wichtig in meinem Leben?
Zutaten für 3-4 Portionen:
2 Eier
100g Zucker
200ml Zitronensaft
Gelatine (genug für 200ml Flüssigkeit)
etwas Wasser
200ml Sahne
Die Eier trennen. Das Eigelb mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Zitronen auspressen und Saft und Fruchtfleisch unter die Zucker-Ei-Masse rühren. Die Gelatine nach Packungsanweisung in Wasser einweichen und auflösen (Blatt oder Pulver, je nach persönlichen Vorlieben) und mit der Zitronenmasse verrühren. Sahne und Eiweiß einzeln steif schlagen und beides unterziehen. Im Kühlschrank mehrere Stunden fest werden lassen.
Ich liebe diesen gleichzeitig sauren, süßen und sahnigen Geschmack. Irgendwie habe ich jedes Mal das Gefühl, man kann die ganze Arbeit und die schönen Erinnerungen herausschmecken... Auf jeden Fall vertreibt die Zubereitung und der Verzehr für eine Weile all die düsteren Gedanken aus meinem Kopf. Vielleicht sollte ich öfter so etwas machen?
Montag, 30. April 2012
Schlussendlich doch noch...
Nach über einem Monat ist mein im März bestelltes Buch heute doch noch angekommen. Langsam wollte ich es schon vermisst melden!
Auf Ravelry hatte ich schon immer wieder in den Mustern gestöbert und weiß jetzt schon ziemlich genau, welche Projekte davon ich in welchen Farben und Garnen nacharbeiten möchte. Allerdings sind beim ersten Duchblättern des Buches noch mindestens zwei dazu gekommen - mittlerweile steht fast die Hälfte der Anleitungen darin auf meiner "oh ja, mjam, haben will"-Liste. Das Titelprojekt wird auf jeden Fall blutrot, ich schwanke jedoch noch zwischen zwei Garnen. Mit beiden möchte ich Projekte aus diesem Buch stricken, sie sind sich nur noch nicht einig, welches mit welchem. Okay, eigentlich sind es drei rote Garne. Für die ich samt und sonders zur Zeit kein Geld habe. Und keine Zeit, sowieso nicht.
Nach etwa einer Stunde im Buch herumlesen kann ich es nur empfehlen - die Anleitungen sind klar und detailliert ausgearbeitet, die Musterbriefe leicht verständlich, und die Texte zu den einzelnen Garnherstellern scheinen auch sehr liebevoll ausgearbeitet zu sein. Und am Ende sind nochmal alle verwendeten Techniken und Stichmuster genau erklärt. Mir kribbelt es wirklich in den Fingern, da so einige Projekte anzufangen.
Bevor das Buch ankam habe ich heute morgen jedoch noch rasch ein kleines Experiment angefangen:
Ihr könnt ja mal versuchen, ob wieder jemandem einfällt worum es sich handelt... Beim letzten Ratespiel (Fluff) hat Sally eindeutig gewonnen!
Auf Ravelry hatte ich schon immer wieder in den Mustern gestöbert und weiß jetzt schon ziemlich genau, welche Projekte davon ich in welchen Farben und Garnen nacharbeiten möchte. Allerdings sind beim ersten Duchblättern des Buches noch mindestens zwei dazu gekommen - mittlerweile steht fast die Hälfte der Anleitungen darin auf meiner "oh ja, mjam, haben will"-Liste. Das Titelprojekt wird auf jeden Fall blutrot, ich schwanke jedoch noch zwischen zwei Garnen. Mit beiden möchte ich Projekte aus diesem Buch stricken, sie sind sich nur noch nicht einig, welches mit welchem. Okay, eigentlich sind es drei rote Garne. Für die ich samt und sonders zur Zeit kein Geld habe. Und keine Zeit, sowieso nicht.
Nach etwa einer Stunde im Buch herumlesen kann ich es nur empfehlen - die Anleitungen sind klar und detailliert ausgearbeitet, die Musterbriefe leicht verständlich, und die Texte zu den einzelnen Garnherstellern scheinen auch sehr liebevoll ausgearbeitet zu sein. Und am Ende sind nochmal alle verwendeten Techniken und Stichmuster genau erklärt. Mir kribbelt es wirklich in den Fingern, da so einige Projekte anzufangen.
Bevor das Buch ankam habe ich heute morgen jedoch noch rasch ein kleines Experiment angefangen:
Ihr könnt ja mal versuchen, ob wieder jemandem einfällt worum es sich handelt... Beim letzten Ratespiel (Fluff) hat Sally eindeutig gewonnen!
Freitag, 27. April 2012
Geister, Seelen und der Tod
Nach den eher "sonnigen" Posts der letzten Tage heute ein Post, der gleichzeitig das krasse Gegenteil und doch irgendwie das Gleiche ist: ein Religionspost. Alle, die nichts von anderen Religionen als ihrer eigenen hören wollen und/oder nicht offen für andere Glaubensrichtungen als die großen sind, sollten vielleicht lieber erst beim nächsten Beitrag wieder einsteigen - keine Sorge, die Religion wird kein Hauptthema dieses Blogs werden. Von allen anderen würde ich sehr, sehr gerne Kommentare hören.
In den letzten fünf Wochen gab es im engeren und weiteren Umfeld einige Todesfälle - Familie, Freunde, Bekannte, Familie von Bekannten. Ob man die Tatsachen, dass sie samt und sonders krankheitsbedingt waren und die Personen selbst doch einige Gemeinsamkeiten hatten, nun als Zufall sieht oder auch nicht, überlasse ich jedem selbst zu entscheiden und möchte ich auch nicht zum Thema dieses Beitrags machen.
Statt dessen möchte ich mich auf die Hintergründe zu einer Fragen konzentrieren, mit der ich wohl einige verwirrt habe - "Was meinst du, wohin sein/ihr Geist weitergegangen ist?". Gemeint ist dabei nicht die Seele. Der Geist ist der wesentliche Inhalt meines Glaubens und deswegen möchte ich hier kurz erklären, was damit gemeint ist.
Ich glaube fest daran, dass jedes Lebewesen aus den gleichen drei Teilen besteht:
Dem Körper - dem, was "der Rest der Welt" nach Außen von uns mit bekommt.
Der Seele - das, was uns als Person auszeichnet, Gedanken, Gefühle und Charakterzüge.
Und dem Geist - dem Anteil am Leben selbst. Jedes Wesen auf dieser Welt hat seinen eigenen, gleich großen Anteil am Leben. Nichts und niemand hat einen besonders großen oder besonders kleinen Anteil davon, sondern jeder ist gleichwertig. In einer wirklich interessanten dreistündigen Diskussion mit einer Zeugin Jehovas habe ich einmal festgestellt, dass das, was ich als "Leben" bezeichne, Parallelen aufweist zu dem, was manche Christen (und verwandte Religionen) meinen wenn sie sagen "Gott ist in allem." Genau aus diesem Grund lehne ich auch den Glauben an Götter ab - wenn ein Wesen tatsächlich mehr Leben, mehr Macht hätte als der Rest, würde das Gleichgewicht der Welt zusammenbrechen. Deswegen richten sich alle, die versuchen Macht über andere zu erlangen, auch ganz schnell selber zu Grunde.
Dieser Glaube daran, dass alles Leben gleichwertig ist, führt im Alltag oft zu hitzigen Diskussionen mit Freunden, Verwandten, Bekannten und auch Fremden. Für mich ist es das Gleiche, ob man nun eine Mücke totschlägt oder einen Menschen. Ob man aus Langeweile Grashalme ausreißt oder einem Vogel die Flügel bricht. Auch wenn ich auf die Frage, warum ich kein Vegetarier bin, mit Sätzen wie "Warum ist es weniger okay, eine Kuh zu töten als z.B. eine Salatpflanze?" antworte, ernte ich oft unverständliche Blicke. Ich denke, die Menschen sollten einfach wieder lernen, nur das zu töten/verletzen, was sie auch brauchen, so wie es der Rest der Natur auch tut. Und dabei ist es völlig egal, worum es sich handelt.
Nach dem Tod vergeht der Körper. Dazu muss wohl nicht viel gesagt werden. Was mit der Seele passiert, ist in der Quelle, auf der sich mein Glaube stützt, leider nicht überliefert (in dem Buch fehlen Seiten), und meine eigene Vorstellung davon hat sich über die Jahre immer wieder verändert. Ich denke, dazu muss jeder sein eigenes Bild finden, mit dem er glücklich wird - wie sowieso bei allen religiösen Vorstellungen. Doch was passiert mit dem Geist, dem Anteil am Leben der Welt, an "Gott"? Er muss weitergehen, damit das Leben in seiner Gesamtheit gleich bleibt, und geht über in irgendetwas neugeborenes.
Mich tröstet der Gedanke, dass der Geist versucht, nach dem Tode zu etwas zu gehen, wozu der Verstorbene im Leben einen besonderen Bezug hatte. Der Geist eines Mannes, der Hunde liebte, findet sich nach seinem Tod vielleicht in einem kurz darauf ein paar Häuser weiter geborenen Welpen wieder. Der Geist einer Frau, die nur bei langen Spaziergängen im Wald wirklich zur Ruhe kommen konnte, siedelt sich vielleicht in einem gerade keimenden Eichenschößling an. Und der Geist eines Mannes, der immer gerne reiste und sich nirgends lange zu Hause fühlte, fegt vielleicht mit einem kräftigen Windstoß durch die Lande.
Und so geht eben die Frage an alle, die jemanden verloren haben: Was meinst du, wohin ist sein/ihr Geist gezogen? Denn es ist nicht direkt eine Frage nach der Zukunft - vielmehr eine Frage danach, wie man die betreffende Person gekannt hat, was sie ausgezeichnet hat und womit man sie gerne in Verbindung bringen würde. Eine Frage, die gute Erinnerungen weckt und ein Gedankengang, der es zumindest bei mir immer schafft, mir ein Lächeln zu entlocken...
In den letzten fünf Wochen gab es im engeren und weiteren Umfeld einige Todesfälle - Familie, Freunde, Bekannte, Familie von Bekannten. Ob man die Tatsachen, dass sie samt und sonders krankheitsbedingt waren und die Personen selbst doch einige Gemeinsamkeiten hatten, nun als Zufall sieht oder auch nicht, überlasse ich jedem selbst zu entscheiden und möchte ich auch nicht zum Thema dieses Beitrags machen.
Statt dessen möchte ich mich auf die Hintergründe zu einer Fragen konzentrieren, mit der ich wohl einige verwirrt habe - "Was meinst du, wohin sein/ihr Geist weitergegangen ist?". Gemeint ist dabei nicht die Seele. Der Geist ist der wesentliche Inhalt meines Glaubens und deswegen möchte ich hier kurz erklären, was damit gemeint ist.
Ich glaube fest daran, dass jedes Lebewesen aus den gleichen drei Teilen besteht:
Dem Körper - dem, was "der Rest der Welt" nach Außen von uns mit bekommt.
Der Seele - das, was uns als Person auszeichnet, Gedanken, Gefühle und Charakterzüge.
Und dem Geist - dem Anteil am Leben selbst. Jedes Wesen auf dieser Welt hat seinen eigenen, gleich großen Anteil am Leben. Nichts und niemand hat einen besonders großen oder besonders kleinen Anteil davon, sondern jeder ist gleichwertig. In einer wirklich interessanten dreistündigen Diskussion mit einer Zeugin Jehovas habe ich einmal festgestellt, dass das, was ich als "Leben" bezeichne, Parallelen aufweist zu dem, was manche Christen (und verwandte Religionen) meinen wenn sie sagen "Gott ist in allem." Genau aus diesem Grund lehne ich auch den Glauben an Götter ab - wenn ein Wesen tatsächlich mehr Leben, mehr Macht hätte als der Rest, würde das Gleichgewicht der Welt zusammenbrechen. Deswegen richten sich alle, die versuchen Macht über andere zu erlangen, auch ganz schnell selber zu Grunde.
Dieser Glaube daran, dass alles Leben gleichwertig ist, führt im Alltag oft zu hitzigen Diskussionen mit Freunden, Verwandten, Bekannten und auch Fremden. Für mich ist es das Gleiche, ob man nun eine Mücke totschlägt oder einen Menschen. Ob man aus Langeweile Grashalme ausreißt oder einem Vogel die Flügel bricht. Auch wenn ich auf die Frage, warum ich kein Vegetarier bin, mit Sätzen wie "Warum ist es weniger okay, eine Kuh zu töten als z.B. eine Salatpflanze?" antworte, ernte ich oft unverständliche Blicke. Ich denke, die Menschen sollten einfach wieder lernen, nur das zu töten/verletzen, was sie auch brauchen, so wie es der Rest der Natur auch tut. Und dabei ist es völlig egal, worum es sich handelt.
Nach dem Tod vergeht der Körper. Dazu muss wohl nicht viel gesagt werden. Was mit der Seele passiert, ist in der Quelle, auf der sich mein Glaube stützt, leider nicht überliefert (in dem Buch fehlen Seiten), und meine eigene Vorstellung davon hat sich über die Jahre immer wieder verändert. Ich denke, dazu muss jeder sein eigenes Bild finden, mit dem er glücklich wird - wie sowieso bei allen religiösen Vorstellungen. Doch was passiert mit dem Geist, dem Anteil am Leben der Welt, an "Gott"? Er muss weitergehen, damit das Leben in seiner Gesamtheit gleich bleibt, und geht über in irgendetwas neugeborenes.
Mich tröstet der Gedanke, dass der Geist versucht, nach dem Tode zu etwas zu gehen, wozu der Verstorbene im Leben einen besonderen Bezug hatte. Der Geist eines Mannes, der Hunde liebte, findet sich nach seinem Tod vielleicht in einem kurz darauf ein paar Häuser weiter geborenen Welpen wieder. Der Geist einer Frau, die nur bei langen Spaziergängen im Wald wirklich zur Ruhe kommen konnte, siedelt sich vielleicht in einem gerade keimenden Eichenschößling an. Und der Geist eines Mannes, der immer gerne reiste und sich nirgends lange zu Hause fühlte, fegt vielleicht mit einem kräftigen Windstoß durch die Lande.
Und so geht eben die Frage an alle, die jemanden verloren haben: Was meinst du, wohin ist sein/ihr Geist gezogen? Denn es ist nicht direkt eine Frage nach der Zukunft - vielmehr eine Frage danach, wie man die betreffende Person gekannt hat, was sie ausgezeichnet hat und womit man sie gerne in Verbindung bringen würde. Eine Frage, die gute Erinnerungen weckt und ein Gedankengang, der es zumindest bei mir immer schafft, mir ein Lächeln zu entlocken...
Mittwoch, 25. April 2012
Fluff, der Felsdrache
Schaut mal, wer die Tage bei mir eingezogen ist:
Dieses kleine Monsterchen hat schon relativ zu Beginn seiner Entstehung, in der Woche nach Ostern, von meinem Männe den Namen "Fluff" bekommen. Er orientiert sich an der Anleitung Dragomir von Liz Wray.
Im Gegensatz zum "Original" ist er deutlich größer und hat keine Flügel. Ursprünglich hatte er welche, aber irgendwie passten sie nicht so richtig zu ihm. Bis zu den Hornspitzen ist er ca 50cm groß und von Krallen bis Schwanzspitze ca 70cm lang. Mal ehrlich, wie soll man in der Größe fliegen? Na also. Und Felsdrachen fliegen sowieso nicht. Wozu braucht er dann Flügel?
Gestrickt habe ich ihn mit 4,5mm Nadeln aus dem gleichen Garn wie meine Strickjacke, in fünf verschiedenen Naturgrau/-schwarztönen.Bin insgesamt sehr glücklich mit dem Projekt und auch mit der Anleitung (bis auf zwei, drei Kleinigkeiten, wegen denen ich die Designerin eventuell noch anschreiben werde). Die Anleitung ist sehr detailliert ausgearbeitet und ziemlich leicht verständlich. Ich denke aber, dass es in Originalgröße stellenweise ziemliche Friemelarbeit werden könnte - aber das probiere ich demnächst auch noch aus.
Heute nachmittag schien er den Ausflug auf die Wiese nebenan während meiner Freistunde auf jeden Fall zu genießen - kein Wunder, er kannte ja noch nichts anderes als mein Zimmer...
Dieses kleine Monsterchen hat schon relativ zu Beginn seiner Entstehung, in der Woche nach Ostern, von meinem Männe den Namen "Fluff" bekommen. Er orientiert sich an der Anleitung Dragomir von Liz Wray.
Im Gegensatz zum "Original" ist er deutlich größer und hat keine Flügel. Ursprünglich hatte er welche, aber irgendwie passten sie nicht so richtig zu ihm. Bis zu den Hornspitzen ist er ca 50cm groß und von Krallen bis Schwanzspitze ca 70cm lang. Mal ehrlich, wie soll man in der Größe fliegen? Na also. Und Felsdrachen fliegen sowieso nicht. Wozu braucht er dann Flügel?
Gestrickt habe ich ihn mit 4,5mm Nadeln aus dem gleichen Garn wie meine Strickjacke, in fünf verschiedenen Naturgrau/-schwarztönen.Bin insgesamt sehr glücklich mit dem Projekt und auch mit der Anleitung (bis auf zwei, drei Kleinigkeiten, wegen denen ich die Designerin eventuell noch anschreiben werde). Die Anleitung ist sehr detailliert ausgearbeitet und ziemlich leicht verständlich. Ich denke aber, dass es in Originalgröße stellenweise ziemliche Friemelarbeit werden könnte - aber das probiere ich demnächst auch noch aus.
Heute nachmittag schien er den Ausflug auf die Wiese nebenan während meiner Freistunde auf jeden Fall zu genießen - kein Wunder, er kannte ja noch nichts anderes als mein Zimmer...
Montag, 23. April 2012
Noch mehr grün
Auf Nachfrage habe ich dann doch mal realisiert, dass von meinen "Salbeischafen" noch gar keine fertigen Photos hier stehen, nur das eine noch gelbe Photo aus dem Kessel. Dabei sind das doch soooo schöne Grüntöne geworden... Das muss ganz schnell revidiert werden! Also nach den Bärlauchscones nochmal jede Menge grün, das bei der Zubereitung genauso appetitlich (wenn auch ganz anders) roch.
Leider mag meine Kamera keine Grüntöne und verzerrt sie immer ziemlich, dieses Bild von meinem 8/4er-Garn-Korb kommt der Realität immerhin noch einigermaßen nahe. Ich habe mit verschiedenen Hintergründen versucht, alle vier Züge zu arrangieren, aber keine Chance.
Von links nach rechts: 1. Zug Salbei (ca 150g auf 100g Salbei), 1. Zug Zwiebel (Rest), 3. Zug Salbei, 4. Zug Salbei. Die Gelb- und Grüntöne vom Salbei sind in Wirklichkeit deutlich gelber und leuchtender - der dritte Zug noch relativ grünlich, der vierte Zug ein klares kräftiges Gelb. Im Kontrast zu den beiden fast grau erscheinenden grünen Knäulen im Hintergrund (Rainfarn zweiter Zug + Eisensulfat) lässt sich vielleicht erahnen, wie leuchtend und warm dieser Grünton eigentlich ist.
Der zweite und ein weiteres Knäul 4. Zug waren dickes 3/3er Garn, die ich jedoch nicht mehr mit auf's Photo bekommen habe.
Dem 3/3er aus dem vierten Zug habe ich ein Nachbad mit etwas Eisensulfat verpasst, was ein weiteres schönes (wenn auch nicht ganz so warmes wie der erste Zug) Grün ergab. Dieses hat mein Anhang allerdings schon einkassiert und angefangen zu Ringelsocken zu verarbeiten. Im Bild: Vergleich Sockenanfang und nicht weiterentwickelter vierter Zug. Wieder nicht unbedingt realitätsgetreue Farbe, aber ich denke, der Farbunterschied ist ganz gut zu erkennen. Ich bin echt mal gespannt, wie sein erster Sockenversuch fertig aussieht - ich hab ihm vor seiner Abreise ganz genau erklärt, wie die norwegische Konstruktionsmethode funktioniert, und war ja bei den Socken für meinen Ex schon so begeistert davon, wie der Ringelverlauf bei dieser Konstruktion aussieht...
Leider mag meine Kamera keine Grüntöne und verzerrt sie immer ziemlich, dieses Bild von meinem 8/4er-Garn-Korb kommt der Realität immerhin noch einigermaßen nahe. Ich habe mit verschiedenen Hintergründen versucht, alle vier Züge zu arrangieren, aber keine Chance.
Von links nach rechts: 1. Zug Salbei (ca 150g auf 100g Salbei), 1. Zug Zwiebel (Rest), 3. Zug Salbei, 4. Zug Salbei. Die Gelb- und Grüntöne vom Salbei sind in Wirklichkeit deutlich gelber und leuchtender - der dritte Zug noch relativ grünlich, der vierte Zug ein klares kräftiges Gelb. Im Kontrast zu den beiden fast grau erscheinenden grünen Knäulen im Hintergrund (Rainfarn zweiter Zug + Eisensulfat) lässt sich vielleicht erahnen, wie leuchtend und warm dieser Grünton eigentlich ist.
Der zweite und ein weiteres Knäul 4. Zug waren dickes 3/3er Garn, die ich jedoch nicht mehr mit auf's Photo bekommen habe.
Dem 3/3er aus dem vierten Zug habe ich ein Nachbad mit etwas Eisensulfat verpasst, was ein weiteres schönes (wenn auch nicht ganz so warmes wie der erste Zug) Grün ergab. Dieses hat mein Anhang allerdings schon einkassiert und angefangen zu Ringelsocken zu verarbeiten. Im Bild: Vergleich Sockenanfang und nicht weiterentwickelter vierter Zug. Wieder nicht unbedingt realitätsgetreue Farbe, aber ich denke, der Farbunterschied ist ganz gut zu erkennen. Ich bin echt mal gespannt, wie sein erster Sockenversuch fertig aussieht - ich hab ihm vor seiner Abreise ganz genau erklärt, wie die norwegische Konstruktionsmethode funktioniert, und war ja bei den Socken für meinen Ex schon so begeistert davon, wie der Ringelverlauf bei dieser Konstruktion aussieht...
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