Mittwoch, 7. Dezember 2011

Blogstock... Na meinetwegen.

Eigentlich bin ich ja kein Fan von Kettenaktionen, aber für die schöne Drui mache ich heute mal eine Ausnahme und fange das "literarische Blogstöckchen" auf ;)

Die Regeln lauten wie folgt:
Nimm ein Buch zur Hand.
Schlage Seite 123 auf.
Suche den fünften Satz auf der Seite.
Poste die nächsten drei Sätze.
Wirf das Stöcken weiter.


Auch wenn im Titel "literarisch" steht, hab ich hier mal wieder nur zwei Sachbücher neben mir liegen. Und in den Regeln steht nix von literarisch ;) Haben wir noch die Wahl zwischen Schwedisch und Deutsch. Da aber "Baustoffkunde für Ausbildung und Praxis" so gar nicht zum Blogthema passen will (und wer schreit als erstes: "Du hast ein Thema?!"), hier ein Auszug aus meiner persönlichen Bibel.


I mitten ofta svart, mot kanten med små spetsiga, olivbrunna till svarta fjäll mot gul botten. Hattens undersida med skivor, urnupna till vidväxta, svavelgula. Den ihåliga, ofta krokiga och gula foten är relativt lång och smal, 4-7cm x 0,5-1,5cm.

Die meisten haben die Quelle wahrscheinlich schon erraten - "Färgsvampar & Svampfärgning" von Lundmark und Marklund. Genauer gesagt die Beschreibung des "Stubbmusseron" alias Tricholomópsis decóra oder deutsch "Olivgelber Holzritterling", noch genauer die wichtigen Kennzeichen ;) Meine Rezension dieses Buches findet ihr hier.

Würde ja gerne den Stock weiterwerfen, verfolge aber außer Drui so ziemlich keine deutschsprachigen Blogs... Bleibt also hier liegen und wartet, dass ihn sich jemand abholt, Freiwillige vor :D

Eindeutig keine Piratenente...

... denn das mit dem Dreispitz war irgendwie dann doch anders geplant:

es SOLLTE ein Dreispitz mit extrabreiter Krempe für das Rabelein werden. Aus der Waschmaschine gekrochen kam statt dessen eine rote verknubbelte Zumutung, die mit nochmal durchnässen und viel dran herum zerren immerhin noch so groß zu kriegen war, dass sie übern Kopf passt. Dabei sah das ganze vor dem Filzen so brauchbar aus...
Memo an selbst: Wenn man neues Material bestellt, mit dem man noch nicht gearbeitet hat,sollte man nicht stur die Erfahrungen mit ähnlichen Materialien umsetzen. Und erst recht nicht gleich in mehrfacher Ausführung, sondern erst mal einen als Probestück. Mein "Experimentalstück", ob sich Musterstrickerei auch mit Filzwolle machen lässt, ist nämlich mindestens genauso verbeult. Da kann auch die Feder vom original-authentischen Bückeburger Staubwedeltier nichts mehr retten...
Da bin ich fast froh, dass die Deathflake Chart sich als zu groß für auf nen Hut entpuppte und ich deswegen auf eine simplere Variante umgestiegen bin. Ursprünglich sollte das Ding noch ne schöne braun umstickte Kante kriegen, aber ob ich mir die Mühe wirklich noch mache, bin ich mir grad nicht sicher.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Weiden im Wind

Nachdem die blauen Wellen gestern fertig waren (was? ihr wollt Photos? Mal schaun, die nächsten Tage vielleicht...) war ich irgendwie zu unmotiviert, etwas neues anzufangen. Also mal ein bisschen gestöbert, was die Designerin noch so alles im Angebot hat - ein zweites Muster von ihr habe ich ja bereits seit einigen Wochen in Planung, das dazugehörige Garn liegt allerdings noch auf dem Dachboden meiner Eltern, so dass das erst im nächsten Jahr etwas wird.

Dabei bin ich dann über Willow Woods gestolpert und habe beschlossen, dass das genau das Projekt ist, was ich für mein auf Ebay geschossenes Aade-Long-Garn gesucht habe. Also den Rest des "Abends" (es war bereits nach Mitternacht...) herumexperimentiert und mich zu blöd gezeigt, auch nur die ersten beiden Reihen zu arbeiten. Scheinbar lag DAS jedoch an der "eigentlich schon zu spät zum denken" Verpeiltheit - heute nach der Vorlesung klappte es nämlich plötzlich wunderbar. Die ersten 26 Reihen sind schon fertig, und langsam kann man die Anfänge des Musters erahnen:
Wie man ein bisschen auf dem Bild erkennen kann, bereitet sich das Garn schon auf den ersten Farbwechsel vor - ich bin mal gespannt, wie das dann aussieht. Leider muss das noch ein paar Tage warten, da ich in einer Woche ein wichtiges Statik-Testat schreibe und den Rest des Tages leider mit Lernen verbringen muss.

Vorher aber noch ein paar Worte zum Material:

Aade lõng ist ein Garn aus Estland, das es in Deutschland nur bei Lanafina oder über Ebay aus Estland oder Lettland zu kaufen gibt. Bei dem Händler, wo ich meine 268g geschossen habe, zahlt man auch international keine Versandkosten, dafür sind die Preise seit meiner Bestellung aber schon wieder so weit angestiegen, dass man auch gleich in Deutschland kaufen kann.

Das Garn zeichnet sich durch seine extrem langen Farbverläufe aus - für Socken oder ähnliches eher ungeeignet, da man sonst zwei verschiedenfarbige hat, aber für Tücher ideal. Lauflänge 8/2, reine Schurwolle, und ich muss sagen - es verarbeitet sich sehr, sehr angenehm. Mir ist zwar beim Knäule wickeln einmal der Faden gerissen (deshalb auf dem Bild oben auch zwei Knäule, ich habe mit dem zweiten angefangen zu stricken, so dass ich beim Knäulwechsel keinen Bruch im Farbverlauf habe falls ich beide brauche), aber eventuell ist das auch besser so, da runde Knäule über 150g eh immer unpraktisch zum Arbeiten und Lagern sind.

Ungewöhnlich ist bei diesem Garn, dass die Stränge alle unterschiedlich groß sind - deswegen dringend beim Vergleichen verschiedener Anbieter auf Gewichtsangaben achten und im Zweifelsfalle einmal den Taschenrechner bemühen! Ich denke, ich werde da noch öfter mit arbeiten... Erstmal abwarten, wie das fertige Tuch aussieht, aber bis jetzt (und was ich bisher so an Photos von fertigen Sachen gesehen habe) bin ich mehr als zufrieden.

Und zum Abschied: Mein durch den Namen des Tuchmusters letzte Nacht verursachter Ohrwurm, der mich mal wieder schon den ganzen Tag nicht loslässt... Ich weiß, es gibt tausende Versionen dieses Liedes in allen möglichen und unmöglichen Sprachen, aber... Diese bleibt immernoch mein Liebling, immernoch die, in der ich mich am meisten verlieren kann. Also, alle die jetzt wieder mit "du und dein Vikingrock" anfangen... Ihr könnt mich mal kreuzweise :P

Montag, 5. Dezember 2011

CD-Vorstellung: DarkSun - El Lado Obscuro

Nachdem sich böse Zungen ja über a) zu wenig Musikposts insgesamt, b) nur Vikingrock und c) nur schwedische Bands in diesem Blog beschwert haben, wird es heute episch. Bin mal gespannt, was für Kritikpunkte ihr dann noch findet.

Denn anders kann man diese Band nicht definieren als "episch". Normalerweise kennt man epischen Symphonic-Metal ja eher aus Deutschland bis Skandinavien (wenn man Rhapsody mal außen vor lässt) und fast immer mit englischsprachigen Texten. Deswegen war ich 2007 auch höchst begeistert, als ich auf das damals noch relativ neue Album einer kleinen spanischen Band stieß, die "so etwas" mit spanischen Texten fabrizierte - um es mit den Worten der Band selbst zu sagen: "Metal sinfónico melódico".
Auch wenn 2007 eine englischsprachige Version ("The Dark Side") erschien und die Band mittlerweile auf fünf Alben kommt, sind sie insbesondere in Deutschland noch ziemlich unbekannt und geben leider auch nur in Spanien Konzerte. Wie überhaupt scheinbar jede Band, die mich interessiert, nie in Deutschland spielt... ;)

Aber nun ein paar Worte zum Album selbst. Wie bereits erwähnt, ausschließlich spanischsprachige Texte und ein sehr episches Arrangement. Klare männliche Gesänge, oft auch mehrstimmig, aber im Gegensatz zu vielen anderen symphonischen Metalbands fast ausschließlich eine "normale" Rockinstrumentierung.

Das Album scheint zum Teil Konzeptalbum, zum Teil "normale" Liedersammlung zu sein - Lieder wie "Elegía - parte 1 - Confrontacíon" bis "Elegía - parte 3 - Agonía" gehören offensichtlich zusammen, eine Intro zum Album - ""Invocación" - gibt es ebenfalls, aber bei vielen anderen Liedern lässt sich zumindest ohne die Sprache zu verstehen kein Zusammenhang erkennen. Insgesamt eine gelungene Mischung aus rockigeren Stücken und Balladen, und man hat bei keinem der Stücke das Gefühl, es würde nicht so richtig passen und eher auf der CD sein weil noch Platz war und man nicht wusste ob es noch eine weitere geben wird - so etwas findet man ja leider sehr oft bei den ersten Alben einer Band. Auf jeden Fall eine Platte, die ich mir nach wie vor immer wieder gerne anhöre, sowohl gemischt mit anderen Bands verschiedener Richtungen als auch am Stück durch.

Und weil es einfach so gut passt, gibt es zum Abschluss auch den Abschluss des Albums: eine wie ich finde wunderschöne kleine Pianoballade, die leider jedes Mal wieder viel zu kurz ist...

Sonntag, 4. Dezember 2011

Die Wellen schlagen höher...

Heute morgen habe ich mich einmal an einem Nikolai-Schal versucht. Aber irgendwie gefiel mir die Kombination aus dem Material (walnussgefärbte 8/4er) und dem Muster nicht, also nach mehreren Mustervariationen alles wieder aufgeribbelt und das Knäul wieder aufgewickelt und spontan mein Lieblings-Tuchmuster wieder ausgegraben: das Crest-of-a-Wave-Baktus.

Blaue Wellen sehen doch gleich noch viel welliger aus als blau-orangene... Das erste Knäul ist schon fast vernichtet.


Dazu gab's dann heut noch Schoko-Chili-Kekse. Mein Mürbeteig-Grundrezept mit 1EL Kakaopulver und 2 frisch zerhackstückten getrockneten Chilischoten.

Samstag, 3. Dezember 2011

eine kleine Einführung...

für all diejenigen, die nach den Asgards-Ende-Posts im letzten Monat nach näheren Infos zum Spielsystem gefragt haben, hier ein paar Infos zum Hintergrund der Spielwelt und zu den wichtigsten spielbaren Klassen. Bitte nehmt dabei aber zur Kenntnis, dass ich selber auch nicht alles über die Welt weiß und nur meine Erfahrungen/Kenntnisse damit zusammenstellen kann ;)

Hintergrund und spielbare Rassen

Wichtig ist zu wissen: sehr viele Charaktere und auch NPCs sind Mischlinge. Es gibt keine so strikte Rassenteilung oder ein "Mischlinge immer nur als halb Mensch, halb was anderes" wie in anderen Rollenspielsystemen. Außerdem können auch mythologische Gestalten gespielt werden - vielleicht nicht unbedingt die ganz großen bekanntesten (bei denen kann man davon ausgehen, dass sie im Ragnarök umgekommen sind), aber eben Randgestalten wie Ratatöskr und Heidrun, die eine Runde durchaus sehr auflockern und interessant machen können.

Ebenfalls wichtig zu wissen: AE ist KEIN kampforientiertes System wie z.B. DSA. 99,x% der Zeit geht es um friedliche Interaktion. Zumeist kommt es vielleicht einmal pro Abenteuer (wenn überhaupt) zum Kampf, und handelt sich dann zumeist um nachts auftauchende Bären, Wölfe oder ähnliches. Es ist also nicht nötig, die Charaktere auf Kampf auszulegen. Der Schwerpunkt bei der Erstellung sollte vielmehr auf berufliche Erfahrungen und Schwächen/Stärken im Umgang mit Natur und Menschen gelegt werden.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Eine frohe Weihnachtszeit, allerseits...

für die Christen unter euch und diejenigen, die der modernen Version von Weihnachten verfallen sind... Hier ein kleiner Gruß und eine wunderschöne Weihnachtszeit, passend zum ersten Dezember.


Vielleicht folgt die Tage nochmal eine Rezension dieser Weihnachtscompilation - dieses Lied bringt mich immer wieder zum Lachen, weil eine gute Freundin in Kanada es in der Weihnachtszeit die ganze Zeit vor sich hin gesungen hat. Die englischsprachige Version natürlich, aber als ich diese zweisprachige Version im typisch chaotischen Heroes-Stil das erste Mal hörte, musste ich unwillkürlich daran denken... Hoffe, sie bringt euch genauso zum Grinsen wie mich :)